Was macht gute schwäbische Küche aus?

Was macht gute schwäbische Küche aus?

Die schwäbische Küche und das Essen ist bekannt für ihre Bodenständigkeit. Die deftige Hausmannskost lebt von simplen und traditionellen Zutaten und kommt ohne viel Chichi aus. Trotzdem bringt sie Feinschmecker zum Schwärmen, mit ihren Gerichten für Bauch, Seele und Herz.

Mehl und Eier – unverzichtbar in der schwäbischen Küche

Über die Grenzen des Schwabenlands hinaus sind vor allem die Spätzle bekannt und sind ein Klassiker in Stuttgarter Restaurants. Ein Rezept für die Eierteigware darf in keinem Haushalt fehlen. Über die handwerkliche Fertigung wird gestritten. Vom Brett geschabt, durch die Spätzlepresse gedrückt oder durch ein Sieb gelassen, viele Wege führen zum Geschmackserfolg. Das Grundrezept besteht aus Eiern, Mehl, Wasser und Salz. Inzwischen kursieren aber auch mit Gewürzen und Kräutern verfeinerte Varianten. Sie werden mit gehaltvollen Saucen oder in Butter geschwenkt als Hauptgericht oder Beilage, zum Beispiel zu Zwiebelrostbraten, serviert.

Ebenfalls ein Klassiker der schwäbischen Küche sind Maultaschen. Hier bleibt der Schwabe Mehl und Eiern treu. Was das Gericht so vielfältig macht, sind die zahlreichen Möglichkeiten der Füllung, die im Original aus einer Mischung aus Kalbsbrät, Hackfleisch, Petersilie, Zwiebeln, Spinat und diversen Gewürzen besteht. Sie werden unter anderem gerne als Suppeneinlage gegessen.

Suppe und Eintopf – einfach und gut

Eine weitere prominente Suppeneinlage sind die Flädle. In Streifen geschnittene Eierpfannkuchen machen je nach Menge Brühe zur sättigenden Mahlzeit oder zur perfekt ergänzenden Vorspeise. Der Eintopf, der “Gaisburger Marsch” genannt wird, auch bekannt als “Böckinger Feldgschrei” ist geschichtsträchtig. Er wurde im 19. Jahrhundert im Stuttgarter Stadtteil Gaisburg hungrigen Soldaten serviert. Gewürfeltes Ochsenfleisch, gekochte Kartoffeln, Spätzle und in Butter gebräunte Zwiebeln sorgen für den guten Ruf dieser kräftigenden Speise.

Nicht nur herzhaftes erfreut den Magen

Auch für Naschkatzen halten die Schwaben einiges bereit. Süße Aufläufe sind sehr beliebt. Sie sind unter Namen wie Ofenschlupfer und Kirschplotzer in aller Munde und enthalten trockene Backwaren, die mit Obst geschichtet und einer Mischung aus gesüßter Milch oder Sahne und Eiern übergossen werden. Zimt oder Vanille runden das Ganze ab.

Für die Kaffeetafel gibt es den Träubleskuchen. Eine leckere Mischung aus säuerlichen Johannisbeeren und süßer Baissermasse auf einem Mürbeteigboden.

Die schwäbische Küche ist rund und hält für viele Geschmäcker das passende Gericht bereit. Durch die Vielzahl der traditionellen Gerichte und deren Wandlungsfähigkeit ist die Planung eines schwäbischen Menüs ein Leichtes.

About the author

Related Posts

You may also like

Ökologische Damenmode

„Bio“ ist schon lange im Trend, ob in